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MINT-Labs.on.ToUR

Ein mobiler MINT-Raum für die ländlichen Regionen Ostbayerns

MINT-Labs.on.ToUR

Ein umgebauter 18-Meter-Gelenkbus bringt als fahrendes Labor hochwertige MINT-Bildung direkt an Schulen in den ländlichen Regionen der Oberpfalz und Niederbayern. Kostenlos, nachhaltig und wissenschaftlich begleitet.

Formats

Mobile STEM Offers
Student Laboratory
Networking
Scientific Accompaniment
All-Day Offer

STEM disciplines

STEM total
+Environment
+Design

Target groups

Pupils Sek. I

Specific target groups

Women and / or girls
People disadvantaged due to their social background

Additions to target groups

Vorallem Kinder und Jugendliche in ländlichen Gebieten

Participant limit

max. 25 pro Kurs.

Areas of activity

Bayern

Description

Idea

Das Problem Außerschulische MINT-Bildung wirkt. Das zeigen Schülerlabore und Forschungszentren seit Jahren. Doch ihr Erfolg hat eine natürliche geografische Grenze. Sie funktionieren nur dort, wo Kinder sie auch erreichen können. Die MINT-Labs Regensburg etwa entfalten ihre Wirkung im städtischen Umkreis von rund ca. 40 Minuten Fahrzeit. Was darüber hinausliegt, fällt durchs Raster. Gerade im ländlichen Ostbayern bedeutet das: Viele Schülerinnen und Schüler haben praktisch keinen Zugang zu hochwertigen MINT-Erlebnissen. Die Wege sind weit, ein Ausflug bindet einen ganzen Schultag, kostet Busfahrten und scheitert oft an Budget und Organisation der Schulen. Wer ohnehin Distanz zu formaler Bildung hat, wird so noch seltener erreicht. Es entsteht eine MINT-Lücke, die nicht an fehlendem Talent liegt, sondern allein an der Geografie. Die Idee MINT-Labs.on.ToUR dreht das Prinzip um. Statt die Kinder zum Labor zu bringen, bringt das Projekt das Labor zu den Kindern. Kernstück ist ein 18 Meter langer Gelenkbus des Stadtwerks Regensburg, der zu einem voll ausgestatteten, autark betreibbaren und ganzjährig einsetzbaren Experimentierlabor umgebaut wird. Der Bus fährt die Schulen direkt an und bringt moderne Technik und hochwertige MINT-Angebote unmittelbar auf den Schulhof. Ohne Anfahrtswege, ohne Kosten, ohne organisatorische Hürden für die Schulen. So wird MINT-Bildung unabhängig von Wohnort, sozialem Hintergrund und Verkehrsanbindung. Der Bus erreicht genau die Regionen und Schulformen, die von bestehenden Angeboten bislang nicht bedient werden, und macht hochwertiges Experimentieren zur Selbstverständlichkeit auch in der Fläche.

Goals

Nachhaltige MINT-Inseln in der Fläche Das wichtigste Ziel reicht über den einzelnen Busbesuch hinaus. Aus den Lehrkräftefortbildungen und der Vernetzung der teilnehmenden Schulen sollen dauerhafte MINT-Inseln in den ländlichen Regionen entstehen. Schulen bauen eigene außerunterrichtliche Angebote auf und tragen die Strukturen weiter, auch wenn der Bus längst woanders steht. So wirkt das Projekt nicht punktuell, sondern verankert MINT langfristig in der Region. Mädchen und junge Frauen fördern Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Mädchen und jungen Frauen. Durch gezielte didaktische Ansätze, teils unter zeitweiser Aufhebung der Koedukation, sollen klassische Rollenbilder aufgebrochen und das Vertrauen in die eigenen technisch-naturwissenschaftlichen Fähigkeiten gestärkt werden. MINT-Interesse und Selbstwirksamkeit wecken Die Kinder und Jugendlichen erleben Naturwissenschaft und Technik praktisch und forschend. Sie entdecken eigene Fähigkeiten und gewinnen Vertrauen, sich anspruchsvolle Bildungs- und Ausbildungswege mit MINT-Bezug auch zuzutrauen. Handwerk und Technik stärken Inhaltlich setzt das Projekt bewusst auf Handwerk und Technik. Schülerinnen und Schüler bekommen praxisnahe Einblicke in technische Berufe und Ausbildungswege und damit eine frühe Orientierung, die der Region und ihrem Fachkräftebedarf zugutekommt. Wissenschaftliche Begleitforschung Eine Längsschnittstudie unter Leitung von Prof. Dr. Karsten Rincke begleitet das Projekt wissenschaftlich. Sie untersucht, ob und wie es gelingt, dass junge Menschen sich hochwertige Bildungs- und Ausbildungskarrieren mit MINT-Bezug zutrauen. Die Ergebnisse sichern die Qualität und machen die Wirkung des Projekts überprüfbar.

Implementation

Lehrkräftefortbildungen als Fundament Bevor der Bus eine Schule besucht, werden die beteiligten Lehrkräfte an der Universität Regensburg fortgebildet. Die Fortbildungen vermitteln didaktische Grundlagen für forschendes Lernen, den Umgang mit den Experimentierstationen im Bus sowie Ansätze zur Interessenförderung und zur Förderung von Mädchen. Die Teilnahme ist Voraussetzung für jede Schule. So kommen die Klassen vorbereitet, und der Busbesuch ist von Anfang an in den regulären Unterricht eingebettet. Aus den Fortbildungen wächst zugleich das Netzwerk an Lehrkräften, das die MINT-Strukturen später eigenständig trägt. Sechswöchige MINT-Epochen Der Bus arbeitet in sechswöchigen MINT-Epochen. In jeder Epoche betreut er vier Schulen nach festem Wochentag. Montags steht er an Schule A, dienstags an Schule B, mittwochs an Schule C und donnerstags an Schule D, und das über die gesamte Epoche hinweg. Die vier Schulen liegen geografisch möglichst nah beieinander, sodass die Fahrtwege kurz bleiben. So kehrt der Bus jede Woche zur selben Schule zurück und wird zum verlässlichen, wiederkehrenden Lernort statt zu einem einmaligen Effekt. Ein typischer Schultag Ab 08:00 Uhr erreicht der Bus die Schule und wird betriebsbereit gemacht, während der reguläre Unterricht weiterläuft. Von 08:30 bis 13:00 Uhr ist er außerschulischer Lernort. Feste Klassen arbeiten an den Experimentierstationen, begleitet von ihren vorab fortgebildeten Lehrkräften und eingebunden in den MINT-Unterricht. Nach einer Mittagspause öffnet der Bus von 13:30 bis 17:00 Uhr als offenes Schülerforschungszentrum. Jetzt steht er allen interessierten Schülerinnen und Schülern offen, für eigene Projekte oder zum freien Ausprobieren an den Stationen. Der Nachmittag hat bewusst niederschwelligen Charakter und erreicht so auch Jugendliche, die im Unterricht schwerer zu begeistern sind.

How is the target group reached?

Die Schülerinnen und Schüler erreicht das Projekt über einen einfachen Mechanismus. Weil sie vormittags im Klassenverband ohnehin in den Bus kommen, lernen sie das Labor und das Betreuungspersonal in vertrauter Umgebung kennen. Diese erste Begegnung senkt die Hürde für das freiwillige Nachmittagsangebot deutlich. Was bekannt ist, traut man sich auch in der Freizeit zu. Die Lehrkräfte werden über Fortbildungen aktiv mit eingebunden. Die gemeinsamen Fortbildungen bringen Lehrkräfte verschiedener Schulen zusammen, schaffen Austausch und tragen die Begeisterung für MINT weiter. So entsteht ein wachsendes Netzwerk, das neue Schulen anzieht und das Angebot über den einzelnen Busbesuch hinaus trägt.

Tips for setting it up

Wir teilen unser Wissen gerne. Alle Materialien, Unterrichtskonzepte und auch die Baupläne des Busses machen wir frei zugänglich. Wer ein ähnliches Projekt starten will, muss das Rad nicht neu erfinden. Meldet euch einfach, wir helfen beim Aufbau, wo wir können, und geben unsere Erfahrungen offen weiter.

Further information

Kostenfreiheit als Prinzip Die Teilnahme an MINT-Labs.on.ToUR ist für alle Schülerinnen und Schüler kostenlos. Weder die Klassen am Vormittag noch das offene Forschungszentrum am Nachmittag kosten die Familien oder die Schulen etwas. Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen, Zukunftschancen erst recht nicht. Gerade im ländlichen Raum, wo ein Laborbesuch sonst mit Fahrtkosten und organisatorischem Aufwand verbunden wäre, fällt diese Hürde damit komplett weg. Der Bus als autarkes Labor Kernstück des Projekts ist ein 18 Meter langer Gelenkbus des Stadtwerks Regensburg. Im Umbau wird er zu einem voll ausgestatteten Experimentierlabor, das autark und ohne feste Infrastruktur am Schulhof betrieben werden kann. Der Bus ist bewusst kein Ausstellungsraum, sondern ein echter Arbeits- und Experimentierraum, in dem Schülerinnen und Schüler selbst Hand anlegen. Während drinnen gearbeitet wird, läuft der reguläre Unterricht im Schulgebäude parallel weiter. Reichweite Pro Schuljahr fährt der Bus sechs Cluster mit jeweils vier Schulen an, insgesamt also rund 24 Schulen in Ostbayern. Da an jeder Schule durchgängig dieselben Klassen betreut werden, erreicht das Projekt im Vormittagsbetrieb über das Schuljahr geschätzt rund 1.800 Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommen am Nachmittag im offenen Schülerforschungszentrum zahlreiche weitere Kinder und Jugendliche, sodass die tatsächliche Reichweite deutlich höher liegt. Open Educational Resources Alle im Projekt entwickelten Materialien werden als Open Educational Resources frei zugänglich gemacht. Lehrkräfte und andere Bildungseinrichtungen können die Experimente und Unterrichtskonzepte ohne Hürden übernehmen und an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. Das Wissen bleibt damit nicht im Bus, sondern wirkt weit über das Projekt hinaus.

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MINT-Labs.on.ToUR

MINT-Labs Regensburg e.V.Rudolf-Vogt-Straße 1893053 Regensburg